
Diakonie Mülheim -
Aktuelles
Aktionswoche Alkohol in Mülheim
„Alkohol? Weniger ist besser!“ – mit dieser klaren Botschaft hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) ihre „Aktionswoche Alkohol“ überschrieben. Vom 13. bis 21. Juni 2026 finden deutschlandweit Veranstaltungen statt, die Menschen anregen sollen, Alkohol und den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen. Auch in Mülheim stehen verschiedene Aktionen an, die vom Arbeitskreis Sucht organisiert werden. Unter anderem werden lokale Akteure aus den Suchtberatung am Dienstag, 16. Juni, von 10 bis 18 Uhr einen Stand im Forum Mülheim aufgeschlagen, bei dem die „alkoholfreie Kasse“ im Mittelpunkt steht.
Das Ambulatorium des Diakonischen Werkes, die Caritas, die ginko Stiftung für Prävention, der Kreuzbund Mülheim, Reha Ruhr und die Theodor Fliedner Stiftung gehören dem Arbeitskreis Sucht an und organisieren die „Aktionswoche Alkohol“ gemeinsam. Dabei nehmen sie verschiedene Zielgruppen in den Blick.
Der Info-Tag im Einkaufszentrum in der Mülheimer Innenstadt richtet sich an alle erwachsenen Mülheimer:innen. „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und ihnen ein paar Denkanstöße rund um ihren Alkoholkonsum geben“, berichtet Malte Stöß. Der Leiter des Ambulatoriums der Mülheimer Diakonie ist Sprecher der Basisgruppe Sucht und deren Untergruppe, die die Mülheimer Aktionen während der Aktionswoche Alkohol organisiert.
Denn den meisten Menschen ist gar nicht klar, wie präsent Alkohol im Alltag ist – und wie schwer gerade das es abhängigen Menschen macht, abstinent zu bleiben. Deshalb wirft der Aktionstag im Forum ein Schlaglicht auf die kleinen Fläschchen, die im Kassenbereich von Supermärkten und Discountern stehen. Die Flachmänner mit Schnaps sind dort neben Schokoriegeln und Kaugummi positioniert und reizen gerade abhängige Menschen, während sie am Förderband warten. Diese Verlockung gehört abgeschafft, finden die Vertreter:innen des Arbeitskreises Sucht und nutzen den Tag im Forum, um zu informieren und die „alkoholfreie Kasse“ zu fordern. „Wir wissen, dass dies ein dickes Brett ist, dass wir bei Händler:innen bohren müssen“, sagt Hasan Turhan von der ginko Stiftung für Prävention und Malte Stöß ergänzt: „Aber aus unserer Beratung und unseren Gesprächen mit Alkoholabhängigen wissen wir, welches Suchtpotenzial gerade dort steckt und welchen wichtigen Beitrag alkoholfreie Kassen leisten würden.“
Ein weiterer Bereich des Alltags, in dem ein abstinentes Leben schwierig ist, ist „Fußball“. Deshalb organisieren die Mitglieder des Arbeitskreises Sucht ein privates Rudelgucken des Auftaktspiels der deutschen Nationalmannschaft für von ihnen betreute Menschen. Am Sonntag, 14. Juni, schauen sie gemeinsam das Match „Deutschland – Curacao“ in der Evangelischen Ladenkirche – ohne Alkohol, aber mit bester Laune.
Zwei Kino-Besuche am Mittwoch, 17. Juni, runden das Mülheimer Programm der Aktionswoche Alkohol ab: Morgens laden die Organisatoren Schüler:innen in den Film „Der Rausch“ ein. In der schwarzen Komödie versuchen vier befreundete Lehrer mit einem „Trinkerexperiment“ ihrem Unterrichtsfrust zu begegnen. Anschließend werden sich die Jugendlichen kritisch mit dem gesehen auseinandersetzen.
Abends – am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr – läuft dann „The Outrun“ im Rio Filmtheater direkt neben dem Medienhaus am Synagogenplatz. Der Film mit Saoirse Ronan basiert auf den Memoiren von Amy Liptrot, die auf den schottischen Orkney-Inseln geboren wurde und offen über ihre Alkoholabhängigkeit schrieb. Der Eintritt ist frei, dank einer über das Ambulatorium des Diakonischen Werkes akquirierten Förderung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Weitere Info unter: www.aktionswoche-alkohol.de
Treff für Schwangere zu Bindung und Füttern
Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen, Vorfreude, auch Sorgen – und vor allem voller Fragen. Antworten geben die Berater:innen der Evangelischen Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte des Diakonischen Werkes bei ihren Treffen für Schwangere. Regelmäßig freitags von 10 bis 11.30 Uhr informieren die Fachfrauen im Diakonischen Werk, Hagdorn 1a, zu einem bestimmten Thema.
Beim nächsten Treffen am Freitag, 12. Juni, geht es um Dinge, die sofort ab der Geburt Thema sind: „Bindung, Nähe, Stillen und Füttern“. Die Fachfrauen des Diakonischen Werkes informieren ab 10 Uhr und laden zum Austausch ein.
Treffpunkt ist bereits um 9.45 Uhr an der Information des Diakonischen Werkes am Hagdorn 1a in der Mülheimer Altstadt.
Um vorherige Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an skb@diakonie-muelheim.de oder telefonisch unter Tel. (0208) 3003 -231. Interessierte Schwangere können aber natürlich auch spontan kommen.
Diakonie beteiligt sich am RuhrDax
Matchmaking mit Bauhelm war für Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werkes beim „RuhrDax“ angesagt. Bei der vom Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V. (CBE) organisierten Veranstaltung trafen Unternehmen und gemeinnützige Organisationen aufeinander. Im lockeren Austausch konnten die Vertreter:innen der sozialen Einrichtungen und Vereine für Projekte und Aktionen werben, für die sie Unterstützung aus der Wirtschaft benötigen – und das nicht in finanzieller Hinsicht, sondern in Form von handwerklichem Geschick, Sachspenden, fachlicher Expertise oder logistischer Hilfe.
Thematisch passend hatten sich Andrea Krause als Leiterin der Ambulanten Gefährdetenhilfe des Diakonischen Werkes und ihre Mitarbeiterinnen Katrin Nicklasch und Jennifer Pomberger in Sicherheitswesten geworfen und einen Helm aufgesetzt – denn sie suchten Partner:innen für ein Renovierungs- und Sanierungsprojekt. Am Ende der Veranstaltung kann Andrea Krause ein positives Fazit ziehen: „Wir konnten viele interessante Gespräche führen und haben viele Anregungen mitgenommen. Besonders freut mich, dass wir direkten Kontakt zu verschiedenen Kooperationspartner knüpfen konnten, mit denen wir nun im Nachgang zum RuhrDax weitere Möglichkeiten ausloten, wie sie uns bei unserem Projekt unterstützen können.“