
Diakonie Mülheim -
Sprachkurs macht fit für den Gesundheitsberuf
Deutschlernen ist schon schwer genug. Noch komplizierter wird es, wenn im Berufsleben Fachbegriffe hinzukommen. Die Integrationsfachschule des Diakonischen Werkes bietet für Migrant:innen, die bereits das Sprachniveau B1 erreicht haben, spezielle Berufsbezogene Deutschsprachkurse (BSK) an. Im Mai 2026 startet nun der neue BSK-B2-Kurs für Gesundheitsfachberufe.
Voraussetzungen für die Teilnahme sind:
- abgeschlossene Ausbildung in einem der folgenden Gesundheitsfachberufe: Gesundheits- und Krankenpfleger:in, Entbindungspfleger:in, Physiotherapeut:in
- ein bereits erworbenes B1-Zertifikat
- eine Berechtigung vom Jobcenter, der Agentur für Arbeit oder dem BAMF
Das Team der Integrationsfachschule berät gerne persönlich zu den Teilnahmevoraussetzungen und Fördermöglichkeiten und beraten bei der Beantragung der Anerkennung Ihres Berufsabschlusses. Anmeldung und Beratung immer in den offenen Sprechstunden am Hagdorn 1a, 45468 Mülheim an der Ruhr: montags, dienstags und donnerstags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr.
Offener Austausch für Schwangere
Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen, Vorfreude, auch Sorgen – und vor allem voller Fragen. Antworten geben die Berater:innen der Evangelischen Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte des Diakonischen Werkes bei ihren Treffen für Schwangere. Regelmäßig freitags von 10 bis 11.30 Uhr informieren die Fachfrauen im Diakonischen Werk, Hagdorn 1a, zu einem bestimmten Thema.
Zu einem „Offenen Austausch“ lädt das Team am Freitag, 20. März, ein. Alle Themen, die die Teilnehmenden beschäftigen, können an diesem Morgen ab 10 Uhr besprochen werden.
Treffpunkt ist bereits um 9.45 Uhr an der Information des Diakonischen Werkes am Hagdorn 1a in der Mülheimer Altstadt.
Um vorherige Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an skb@diakonie-muelheim.de oder telefonisch unter Tel. (0208) 3003 -231.
Jahresbericht 2025 des Heinzelwerks
Ein weiteres arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Heinzelwerkern: Die ehrenamtlichen Heimwerker, die für ältere und bedürftige Menschen kleinere handwerkliche Arbeiten übernehmen, erledigten in 2025 genau 475 Anfragen. Hinter jedem dieser Aufträge verbergen sich jedoch oftmals mehrere Vor-Ort-Termine und tausende von quer durch die Stadt gefahrene Kilometer. Dies berichteten Erich Reichertz und Detlev Berghof aus dem Heinzelwerk-Führungskreis nun Geschäftsführerin Birgit Hirsch-Palepu. Das von ihr geführte Diakonische Werk Mülheim an der Ruhr gGmbH ist gemeinsam mit dem Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) Träger des Ehrenamtsprojekts, das im Jahr 2009 von Erich Reichertz initiiert wurde. Doch neben all der ehrenamtlichen Arbeit gab es im vergangenen Jahr auch einen ganz besonderen Termin: Das Heinzelwerk erhielt von NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann eine persönliche Dankesurkunde.
Ehrenamt schafft Begegnung“ – unter diesen griffigen Titel stand die Veranstaltungsreihe des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel, bürgerschaftliches Engagement in der Seniorenarbeit zu fördern und zu würdigen. Im Rahmen dessen nahm Erich Reichertz an einem Treffen in Düsseldorf teil und stellte das Heinzelwerk bei einer Podiumsrunde vor. Denn die Heinzelwerker bringen nicht nur Lampen an, ersetzen Glühbirnen oder reparieren tropfende Wasserhähne – sie sind auch Gesprächspartner. Gerade ältere Menschen sind dankbar für solche Unterhaltung. Für diese Verbindung von moderner Nachbarschaftshilfe und sozialem Miteinander zeichnete Sozialminister Karl-Josef Laumann das Heinzelwerk mit einer Dankesurkunde aus. Für Erich Reichertz war das ein ganz besonderer Termin im vergangenen Jahr und er erinnert sich gerne an die Begegnung mit Minister Laumann, der sich Zeit für ein intensives Einzelgespräch genommen hat. „Über diese Wertschätzung unseres Engagements freuen wir uns sehr“, sagt Erich Reichertz
Doch gehören nicht nur Senior:innen zu den Heinzelwerk-Kunden. Rund die Hälfte der 475 Anfragen kamen von Menschen, die sich keinen Handwerker leisten können. Und eben dies bleibt ein zentraler Punkt im Konzept der Heinzelwerker: Die Ehrenamtlichen wollen den Hauptberuflichen keine Konkurrenz machen. So wurden insgesamt 24 Anfragen auch abgelehnt und an das lokale Handwerk verwiesen.
Fast ein Drittel der Anfragen betreffen zudem Technikprobleme. Detlev Berghof ist wichtiger Ansprechpartner, wenn etwa die Fernsehsender wieder die falsche Reihenfolge haben oder ein Telefon eingerichtet werden muss. „Meist sind es ältere Damen, die keine Kinder oder Enkelkinder in der Nähe haben, die ihnen bei diesen Dingen helfen können“, berichtet Detlev Berghof. „Wir hören oft: Früher hat das mein Mann gemacht.“
Aktuell engagieren sich 22 Herren und eine Dame für das ehrenamtliche Projekt. Sie treffen sich regelmäßig zum Austausch. „Es kommen immer mindestens 15 Leute“, sagt Erich Reichertz. Für ihn ist das ein deutliches Zeichen, wie wichtig das Miteinander der Gruppe ist: „Der Austausch ist zentral. Denn oftmals sind kreative Lösungen nötig, um ein Problem zu beheben. Dann ist es gut, von anderen zu hören, wie sie das gelöst haben.“ Grundsätzlich gilt für Erich Reichertz: „Wir sind stolz darauf, was wir als Heinzelwerker leisten. Und dass wir ein wichtiges Angebot machen, zeigen die Anfragen, die sich nach der Corona-Pandemie wieder auf hohem Niveau eingependelt haben.“
Die Heinzelwerk-Treffen finden in Räumen des Diakonischen Werkes statt. Zudem werden alle Anfragen in der Telefonzentrale der Mülheimer Diakonie angenommen: Tel. 0208 / 3003 277. „Wir als Diakonisches Werk begleiten das Heinzelwerk seit seiner Gründung, weil wir von der Initiative und dem dahinterstehenden Team überzeugt sind“, sagt Geschäftsführerin Birgit Hirsch-Palepu. „Der Einsatz und die geleistete Arbeit sind wirklich außergewöhnlich.“
Ebenfalls von Beginn an dabei ist das Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE), das Anlaufstelle für die Ehrenamtlichen ist. Zuletzt konnten über das CBE drei neue Heinzelwerker gewonnen werden, was das Führungsteam sehr freut – vor allem, weil die Neuen jünger sind: „Unser Ziel ist es, uns in diesem Jahr weiter zu verjüngen, denn aktuell liegt unser Altersdurchschnitt bei rund 70 Jahren.“ Doch das ändert nichts daran, dass das Heinzelwerk immer noch aktiv und agil ist.
Kontakt für Ehrenamtliche: Menschen, die sich als Heinzelwerker einbringen möchten, können sich beim Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) melden: Tel. 0208 – 97 068 13.
Kontakt für Hilfesuchende: Menschen, die bedürftig oder aufgrund ihres Alters oder einer körperlichen Einschränkung nicht in der Lage sind, einfache handwerkliche Arbeiten selbst zu erledigen, können sich an das Diakonische Werk wenden: Tel. 0208 – 3003 -277.