Streetwork heißt:
Nicht warten, sondern hingehen
Ambulante Gefährdetenhilfe / Wohnungslosenhilfe – Streetwork
„Aufsuchende Hilfen“ nennen es die Fachleute. Das heißt, es wird nicht gewartet, bis die Menschen zur Beratung kommen, sondern die Beratung geht zu den Menschen auf die Straße. Eben das tun die Streetworker der Wohnungslosenhilfe.
In ganz Mülheim unterwegs
Die Streetworker des Diakonischen Werkes sind im ganzen Stadtgebiet unterwegs, ein Schwerpunkt liegt aber auf der Innenstadt. Sie wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und haben je nach Jahreszeit unterschiedliche Dinge dabei: Im Sommer verteilen die Streetworker etwa Kappen, Wasser und Sonnencreme, im Winter unter anderem Mützen, Schals und Decken.
In Kontakt kommen
Ziel ist es, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, über die bestehenden Hilfs- und Beratungsangebote zu informieren und die Menschen zu motivieren, die Hilfen anzunehmen. Die Angebote zu nutzen, ist freiwillig.
Hinweise werden gerne entgegennommen
Die Streetworker sind dankbar für Hinweise auf hilfebedürftige Personen und gehen jeder Information nach. Sie sind erreichbar unter (0170) 22 14 887, (0170) 473 76 75 oder (0208) 30245-0. Wird eine akute gesundheitliche Notsituation vermutet, sollte aber der Notruf 112 gewählt werden
Ambulante Gefährdetenhilfe / Wohnungslosenhilfe
Auerstraße 47 - 49
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel.:
0208 302 45 -11
Fax: 0208 302 45 -20
E-Mail:
agh@diakonie-muelheim.de
Sprechzeiten
montags, mittwochs und freitags:
09.00 - 12..00 Uhr
dienstags und donnerstags:
14.00 - 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Streetwork / Notschlafstelle für Männer
Tel.: 0208 302 45 -26
Mobil: 0170 221 48 87
E-Mail: brockmann@diakonie-muelheim.de
FACHGEBIET
Das Ziel von Streetwork ist, wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen Hilfen zur Lebensbewältigung zu geben. Dies erfolgt durch Information, Beratung und alltagspraktische Hilfen.
Für Menschen, die in Armut und Ausgrenzung leben, ist es oft sehr schwer, ihre Rechte und garantierten gesetzlichen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Hier bringen sich die Streetworker unterstützend, begleitend und vermittelnd als Bindeglied zum vorgehaltenen Hilfesystem ein und versuchen, den Weg zur Inanspruchnahme weiterführender Hilfen wie zum Beispiel von spezialisierten Fachdiensten, Kliniken und Einrichtungen zu ebnen.
Konfliktintervention im öffentlichen Raum gehört ebenfalls zu ihrer Arbeit. Streetworker setzen sich deshalb auch für informelle Kommunikations- und Treffmöglichkeiten ein und versuchen so, die Entwicklung eines gesellschaftlichen Klimas des gegenseitigen Verständnisses zwischen dem Umfeld und den Streetwork-Adressaten zu fördern. In diesem Rahmen nehmen sie auch an Kooperationsgesprächen mit anderen Anbietern und kommunalen Diensten teil.